Die Deutsche Automobil Treuhand stellt personell neu auf: Mit dem Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks als zusätzlichem Gesellschafter, einem neu besetzten Verwaltungsrat und Veränderungen in der Geschäftsführung rücken Entscheidungswege, Zuständigkeiten und Branchennähe noch stärker in den Mittelpunkt. Für Werkstätten und Autohäuser ist das relevant, weil DAT-Daten, Marktinformationen und technische Einordnungen den Alltag im After Sales direkt prägen.
Die Personalien bei der DAT sind mehr als reine Organisationsdetails. Wenn ein zentraler Branchendaten- und Informationsdienstleister seine Gremien, Gesellschafterstruktur und Führung neu ordnet, hat das Signalwirkung für die gesamte Kfz-Branche. Für Betriebe zählt dabei vor allem, wie verlässlich Daten, Produkte und Marktinformationen künftig weiterentwickelt werden. Der Artikel ordnet die Veränderungen ein und zeigt, warum sie für strategische Entscheidungen im After Sales von Bedeutung sind.
Neue DAT-Struktur mit mehr Branchennähe und klaren Zuständigkeiten
Mit dem Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks als zusätzlichem Gesellschafter erweitert die DAT ihre Verankerung im Handwerk. Das spiegelt sich unmittelbar in der neuen Zusammensetzung des Verwaltungsrats wider. Dort sind neben den bisherigen Gesellschaftern nun auch Vertreter des BiV enthalten. Für die Branche ist das ein wichtiger Punkt, weil damit die Perspektive der Werkstätten und Innungsbetriebe stärker in die Gremienarbeit einfließt. Gleichzeitig bleibt die DAT durch die Beteiligung von ZDK, VDIK und VDA eng an den übrigen zentralen Marktakteuren angebunden.
Auch in der Geschäftsführung werden die Aufgaben neu verteilt. Dr. Thilo Wagner, bislang für Produkte und IT verantwortlich, scheidet im Sommer 2027 nach 15 Jahren aus der Führung aus. Die Übergabe an Oliver Hepfner ist bereits vorgesehen; er arbeitet seit dem 1. Juni 2026 im Unternehmen. Zusätzlich wird Oliver Hille zum 1. September in die Geschäftsführung berufen und übernimmt die kaufmännische Verantwortung. Helmut Eifert konzentriert sich künftig auf den deutschen Markt sowie den weltweiten Gesamtvertrieb. Für Betriebe bedeutet das vor allem: Die DAT richtet ihre Steuerung klarer aus und schafft frühzeitig Kontinuität in den zentralen Bereichen Produkt, IT, Vertrieb und Kaufmännisches.
Gerade im After Sales sind solche Strukturen relevant, weil viele Prozesse auf DAT-Informationen aufbauen: von technischen Bewertungen über Marktwerte bis hin zu datenbasierten Entscheidungsgrundlagen im Service. Wer Kundenzentrierung ernst nimmt, braucht belastbare Daten. Neue Führungs- und Gremienstrukturen können dabei helfen, dass sich Anforderungen aus dem Werkstattalltag schneller in Produkte und Services übersetzen lassen. Das ist auch für qualitatives Wachstum wichtig, weil Servicebetriebe ihre Kundenloyalität nicht nur über Reparaturqualität, sondern über verlässliche, passende Kommunikation stärken.
Was Werkstätten aus der DAT-Neuausrichtung für den Alltag ableiten können
Für Betriebsleiter und Serviceverantwortliche ist weniger die Personalie selbst entscheidend als die Frage, was sich daraus für die eigene Arbeit ableiten lässt. Wenn Branchendaten und Informationsdienste stärker mit den Bedürfnissen des Handwerks verzahnt werden, steigt der Nutzen für die Praxis: etwa bei der Einschätzung von Servicewahrscheinlichkeiten oder Kaufwahrscheinlichkeiten im Zubehörverkauf. Predictive Marketing, also die vorausschauende Ansprache auf Basis vorhandener Daten, kann hier ein hilfreicher Ansatz sein. Gemeint ist eine Kommunikation, die nicht pauschal erfolgt, sondern zum richtigen Zeitpunkt den passenden Serviceimpuls setzt.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Steht der saisonale Räderwechsel an oder nähert sich ein Termin für relevante Wartungsarbeiten, kann eine gezielte Nachricht den Kontakt vorbereiten, bevor der Kunde selbst aktiv wird. Genau an diesem Punkt greifen maßgeschneiderte Kommunikation und Kundenzentrierung ineinander. Wer seine Abläufe mit sauberen Daten und klaren Regeln steuert, erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit für einen Werkstatttermin, sondern kann auch Zusatzpotenziale im Zubehörverkauf besser nutzen. So wird After Sales vom Reaktionsgeschäft zum gesteuerten Geschäft.
Fazit
Die Neuaufstellung der DAT zeigt, wie wichtig klare Strukturen, Branchennähe und verlässliche Daten für den After Sales sind. Für Werkstätten liegt die zentrale Erkenntnis darin, Informationen konsequent in konkrete Serviceimpulse zu übersetzen. Prüfen Sie, welche Kunden in den nächsten Wochen einen gezielten Kontaktimpuls brauchen. Nutzen Sie vorhandene Daten zur Vorhersage von Servicewahrscheinlichkeiten. Machen Sie Kundenzentrierung zum festen Bestandteil Ihrer Serviceprozesse.
Quelle: Kfz-Betrieb

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