Digitale Lösungen für Autohäuser gibt es inzwischen in nahezu jedem Bereich: Inventur, Disposition, Pricing, Leadmanagement, Reporting. Die Anbieter versprechen Effizienz, Transparenz und Zeitersparnis. Präsentationen sehen überzeugend aus. Die Frage ist nur: Funktioniert es auch im echten Betrieb?
Für Führungskräfte ist genau das der entscheidende Punkt.

Theorie überzeugt – Praxis entscheidet
In der Praxis zählt nicht, was ein System kann, sondern was es im Alltag leistet.
Ein digitales Tool muss unter realen Bedingungen bestehen:
- mit mehreren Standorten
- mit unterschiedlichen Verantwortlichen
- unter Zeitdruck
- mit gewachsenen Strukturen
- im Zusammenspiel mit Wirtschaftsprüfern und Finanzierern
Erst wenn eine Lösung in solchen Rahmenbedingungen stabil läuft, wird sie strategisch relevant.
Deshalb reicht es nicht, sich Funktionen erklären zu lassen. Entscheidend ist, wer sie bereits einsetzt – und ob diese Unternehmen vergleichbare Strukturen und Anforderungen haben.
Referenzen sind kein Marketing – sie sind Risikofilter
Ich habe mir bei der Auswahl sehr genau angesehen, welche Autohaus-Gruppen eine Lösung im operativen Alltag nutzen. Nicht in Pilotprojekten. Nicht im Testbetrieb. Sondern im regulären Geschäft.
Dass unter anderem die Feser-Graf Gruppe und die Glinicke-Gruppe auf Excon setzen, war für mich ein klares Signal.
Warum?
Weil diese Gruppen:
- komplexe Organisationsstrukturen haben
- hohe Bestandsvolumina bewegen
- prüfungsrelevante Prozesse abbilden müssen
- und Entscheidungen nicht leichtfertig treffen
Wenn solche Unternehmen eine Lösung dauerhaft einsetzen, spricht das nicht für einen kurzfristigen Trend, sondern für funktionierende Prozesse.
Referenzen ersetzen keine Prüfung – aber sie reduzieren Unsicherheit
Natürlich ersetzen Referenzen keine eigene Analyse. Jede Organisation hat eigene Abläufe, eigene Kultur, eigene Prioritäten.
Aber Referenzen erfüllen eine wichtige Funktion:
Sie reduzieren das Risiko einer Fehlentscheidung.
Sie zeigen, dass ein System:
- skalierbar ist
- revisionsrelevanten Anforderungen standhält
- von Mitarbeitern akzeptiert wird
- und wirtschaftlich tragfähig ist
Gerade in einem Umfeld, in dem Finanzierung, Rating und Transparenz immer stärker datenbasiert bewertet werden, ist das kein Nebenaspekt.
Führungsverantwortung heißt, Risiko bewusst zu steuern
Die Auswahl digitaler Lösungen ist keine IT-Entscheidung.
Sie ist eine Führungsentscheidung.
Wer hier ausschließlich auf Produktfeatures oder Preis schaut, greift zu kurz.
Wer hingegen prüft, welche vergleichbaren Organisationen eine Lösung erfolgreich einsetzen, trifft eine deutlich fundiertere Entscheidung.
Referenzen sind kein Ersatz für Strategie.
Aber sie sind ein belastbarer Indikator für Praxistauglichkeit.
Und genau darum geht es am Ende:
Nicht um Innovation um der Innovation willen – sondern um Systeme, die im Alltag tragen.
