Werkstattkunden sind digital unterversorgt: Nur 9 Prozent der Autofahrer buchen online, aber 36 Prozent wollen es. Die Ergebnisse des Trend-Tacho zeigen: Zwischen Kundenwunsch und Werkstatt-Angebot klafft eine Lücke. Besonders freie Betriebe verschenken digitales Potenzial. Aber auch bei anderen Services übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich.

In der heutigen digitalen Welt sind viele Werkstätten noch nicht ausreichend auf die Bedürfnisse ihrer Kunden vorbereitet. Obwohl 36 Prozent der Autofahrer den Wunsch äußern, ihre Werkstatttermine online zu buchen, nutzen nur 9 Prozent tatsächlich diese Möglichkeit. Diese Diskrepanz zeigt nicht nur eine verpasste Chance für Werkstätten, sondern auch einen erheblichen Handlungsbedarf. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die digitale Kluft schließen können, um Kundenzufriedenheit und -loyalität zu steigern und letztlich qualitative Wachstumsimpulse zu setzen.

Digitale Terminbuchung als Kundenwunsch

Die digitale Terminbuchung ist ein zentrales Element der Kundenzentrierung. Der Trend-Tacho zeigt deutlich, dass Kunden zunehmend auf digitale Lösungen setzen möchten. Werkstätten, die diesen Wunsch ignorieren, laufen Gefahr, Kunden an Wettbewerber zu verlieren, die bereits digitale Buchungsoptionen anbieten. Um die Kaufwahrscheinlichkeiten zu erhöhen, sollten Sie überlegen, eine benutzerfreundliche Online-Buchungsplattform zu implementieren. Dies könnte nicht nur die Kundenzufriedenheit steigern, sondern auch die Effizienz Ihrer Abläufe verbessern.

Maßgeschneiderte Kommunikation für mehr Loyalität

Um die Kundenbindung zu stärken, ist eine maßgeschneiderte Kommunikation unerlässlich. Kunden möchten individuell angesprochen werden, und das nicht nur im persönlichen Kontakt, sondern auch in digitalen Kanälen. Segmentieren Sie Ihre Kunden und nutzen Sie die gewonnenen Daten, um gezielte Angebote und Informationen bereitzustellen. Dies kann zum Beispiel durch automatisierte E-Mails geschehen, die saisonale Serviceangebote oder Zubehörprodukte hervorheben. Werkstätten, die auf maßgeschneiderte Kommunikation setzen, erhöhen nicht nur ihre Kundenloyalität, sondern steigern auch den durchschnittlichen Umsatz pro Besuch.

Der digitale Wandel im After-Sales

Predictive Marketing zur Vorhersage von Servicebedarf

Ein weiterer Ansatz zur Verbesserung der Kundenbindung ist der Einsatz von Predictive Marketing. Dabei werden vorhandene Daten genutzt, um zukünftige Servicewahrscheinlichkeiten vorherzusagen. Durch die Analyse von Fahrzeugdaten und historischen Servicedaten können Sie proaktiv auf Kunden zugehen, bevor diese einen Termin anfragen. Dies ermöglicht es Ihnen, gezielte Serviceimpulse zu setzen und Ihre Kunden aktiv zu informieren, was letztlich zu einer höheren Kundenzufriedenheit führt.

Zubehörverkauf durch digitale Ansprache steigern

Ein oft übersehener Aspekt ist der Zubehörverkauf. Werkstätten, die Zubehör nur als Nebenschauplatz betrachten, verschenken Potenzial zur Kundenbindung. Nutzen Sie digitale Kommunikationskanäle, um auf passendes Zubehör aufmerksam zu machen, das auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden abgestimmt ist. Beispielsweise können automatisierte Erinnerungen an bevorstehende Saisonwechsel oder spezielle Angebote für Zubehörprodukte die Kaufwahrscheinlichkeiten erhöhen. Wer seinen Zubehörverkauf steigern will, muss gezielt informieren – nicht pauschal anbieten.

Fazit

Die zentrale Erkenntnis für Werkstätten ist, dass die digitale Transformation nicht länger aufgeschoben werden kann. Die Wünsche Ihrer Kunden müssen ernst genommen und in die Serviceprozesse integriert werden. Überprüfen Sie, welche Kunden in den nächsten Wochen einen gezielten Kontaktimpuls brauchen, und setzen Sie die notwendigen Schritte zur Implementierung digitaler Lösungen um. Kundenbindung braucht kein Glück – sondern Systematik. Machen Sie Kundenzentrierung zum festen Bestandteil Ihrer Serviceprozesse.

Quelle: KFZ Betrieb